Skins and Leaves


Andorrer entnimmt der Natur Blätter, die durch Insektenfraß und natürlichen Verfall gezeichnet sind, und transformiert diese mit Farbe, Garn und Perlen. In der fotografischen Werkserie „Skins and Leaves“ treten diese Blattobjekte in einen hautnahen Dialog mit dem menschlichen Körper. Sie bedecken Torsi, Rücken und Gliedmaßen. Die Identität der Individuen scheint zu schwinden, während eine neue, hybride Form des „Werdens“ entsteht. Die Texturen der Blätter – mal rau, mal seidig, mal rissig – korrespondieren direkt mit der menschlichen Haut. Es entsteht eine emotionale Choreografie, in der das Organische und das Menschliche ineinanderwirken. Die Blätter fungieren hierbei als Maske, als Tarnung oder als eine zweite, verletzliche Haut. Die Identität der Individuen hat Angst hat vor dem Gesehenwerden und schwindet. Es ist eine Rückführung in die Natur, die sowohl zärtlich als auch grausam sein kann.

Wenn Du selbst Teil der Serie „Skins & Leaves“ werden möchtest, kontaktiere mich. Du suchst Dir im Atelier Blattobjekte aus und wir vereinbaren einen Shooting-Termin an einem schönen Ort in der Natur Deiner Wahl. Ich habe viele riesige Blattobjekte, hinter denen Du Dich gut verstecken kannst. Beim shooting sind nur Du und ich präsent und Du bleibst anonym – wenn Du das möchtest. Als Dank fürs Modeling bekommst Du einen der 10 High Quality-Prints auf Bütten in der Größe Deiner Wahl zum reinen Materialpreis.
angela@andorrer.at +43-650-5145356 

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„Skins and Leaves“: Nackte Haut und künstlerisch gestaltete Blätter treten in einen lebendigen Dialog. Das eine trägt das andere als Schmuck, als zweite Haut, als Tarnung. Ein weibliches Gesicht spechtelt scheu aus der Deckung heraus. Die einfühlsame Fotoserie zeigt den Menschen als Teil der verletzlichen Natur. Auch der Städter kann sich nicht aus der Affäre ziehen, so tun, als gingen ihn die Abholzung der Wälder oder der Klimawandel nix an.
– WIENER ZEITUNG

Jede lebendige Oberfläche hat ihre eigene Geografie: Die Erde und ihre Länder, Körper und Haut, Bäume und ihre Blätter. Diese Geografie schreibt sich in sie ein durch die natürlichen Prozesse des Wachsens und Alterns, die Zyklen von Werden und Vergehen, aber auch durch äußere Eingriffe, Kultivierung und Nutzbarmachung, gesellschaftliche und politische Prozesse, Krieg. All diese Prozesse manifestieren sich und machen die Verletzlichkeit der Oberflächen ebenso deutlich sichtbar wie ihre eigentliche Schutzfunktion. Wo verstecken wir uns, wenn diese nicht mehr gegeben ist? Die Natur als Zuflucht verschwindet in dem Ausmaß, in dem wir sie zerstören. Heimat ist für viele ein unbewohnbarer Ort. Durch den löchrigen Flickenteppich unserer Erde blitzt unsere eigene nackte Haut.
– RUTH CERHA

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